Ein Auto für Zwei auf der Rennstrecke “Vier Jahreszeiten”!

Im Rahmen der LFM GT3 Endurance Series Season 9 geht es sprichwörtlich auf die Zielgerade! Der vorletzte Lauf fand auf einer Traditionsstrecke statt, die wohl als einzige der Welt in der Lage ist, während einem Rennen an einem Tag alle vier Jahreszeiten abzudecken. Dabei handelt es sich zwar mit der grünen Hölle um die lange Variante, doch auch der Grand Prix Kurs des Nürburgrings hat seine Eigenheiten zu bieten. Diese sind nicht unbedingt metereologischen Ursprungs, sondern eher in die Kategorie “Helden der Langstrecke” einzustufen.
Davon hatten wir beim elften von zwölf Läufen, den 3H vom Nürburgring, auch wieder einige Exemplare in der Startaufstellung.
Das Intruder Racing Team wurde erneut vom “Komm rum!” Duo Jérôme Eckardt und Patrick Defawe im Porsche 991.II GT3 R vertreten. Wobei Ersterer sogar schon vor dem Start in seiner Rolle als Aggro Chantal voll aufging. Da muss wohl der Schlüpper quer in der Ritze gehangen haben, jedenfalls war er so richtig “on fire”! In der Quali war er schon nicht mit seiner Leistung zufrieden und musste sogar zwischendurch wegen einem technischen Problem den PC neu starten. Danach stellte er das Auto mit einer Zeit von 1:55.162 auf Platz 17 von 36 in Split 3 antretenden Teams.
Der Start war wieder typisch für den Nürburgring. Es lag jedoch diesmal nicht am eifeltypischen Wetter, da wir bei strahlendem Sonnenschein losgefahren sind. Vielmehr müssen diesmal die Racer der Generation “Mario Kart on Tour” am Werk gewesen sein. Da wurde überall reingestochen, wo jede noch so kleine Lücke hätte sein können. In den ersten Runden eines 3 Stunden Rennens wurde gefahren, als würde das eigene Leben davon abhängen. Jérôme wurde sogar vor der Schikane unsanft abgedrängt, damit er nicht fair überholen konnte und kam nach 2 Runden mit satten 10 Sekunden Schaden auf P23 über die Ziellinie. Unser dauerfluchendes IRT Küken war da sogar schon so pissig, dass Patrick den Gegnern beim Zuschauen seine Bananenschale gegen den Monitor vor das Auto knallen wollte. Danach legte sich das Chaos zwar ein wenig, jedoch war unser Auto alles Andere als perfekt zu fahren und nach 45 Minuten bog eine immer noch schimpfende Chantal auf P17 zum Fahrerwechsel ab.
Patrick durfte dann mit einem reparierten Zuffi auf P30 das Rennen fortsetzen. Er war permanent in Zweikämpfen verwickelt und konnte soweit auch problemlos fahren. Lediglich bei einem tollen und fairen Duell über mehrere Runden gab es ausgangs der letzten Kurve einen kleinen Quersteher, bei dem unser Gegner ungewollt minimal berührt wurde und dieser leider sein Auto verlor. Wir hatten gar keinen Schaden, während er damit sein Rennen zerstörte. Kurz danach durfte der alte Mann dann zur Box, um zur Rennhälfte das Auto auf P21 an den mittlerweile abgekühlten Teamkollegen zu übergeben.
Unser Junior durfte sich dann sofort wieder einschießen und einige Runden alleine fahren, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen. Als diese dann bei gefühlten 483,279º Celsius erreicht war, gingen die Motzattacken weiter. Dabei war aber nicht die eigene fehlende Pace das Hauptproblem, sondern der viele Schatten inmitten der ganzen Hochhäuser. Unser Auto hat eine unheimliche Anziehungskraft, aber irgendwie funktioniert die nur bei diesen Bremsklötzen von den bayrischen Motorenwerken. Nachdem Jérôme dann genug mit den ganzen BMWs gespielt hatte, fuhr er auf P16 zum wohlverdienten Feierabend in die Boxengasse rein und übergab das Auto.
“Mallotze-Jochen” (O-Ton von Matze aus dem befreundeten Team Hortkinder, die auch mit uns fuhren) ging auf P22 in den Endspurt, der erneut ein einziger Kampf war. Das Feld war von den Rundenzeiten her ziemlich dicht beieinander und so war es sehr schwer an die Vorderleute heranzufahren. Gleichzeitig galt es auch den Abstand nach hinten im Auge zu behalten und keine Fehler zu machen, doch da liegt der Hund begraben! Kein Rennen ohne den obligatorischen “Paddy Moment” in der Endphase!!!
Diesmal waren es nur zwei minimale Fehler. Beides ein zu forsches Mitnehmen der Curbs ohne jeglichen Schaden, die uns insgesamt sogar vier Positionen kosteten. Im Ziel standen wir somit “nur” mit Platz 20 auf der Ergebnistafel und daher ist es auch nicht unbedingt ein zufriedenstellendes Resultat.
Trotzdem hat das Rennen auch diesmal Spaß gemacht (selbst wenn es nicht danach aussehen mag). Vor Allem die sehr geistreiche Konversation im Sprachchat mit Matze und Daniel von den Hortkindern macht jedes Event zum Erlebnis. Achtung Insiderwitz: …… nag nag nag nag …..
Alleine der gebotene Schwachsinn abseits der Strecke lohnt einen Blick in die Wiederholung unseres Livestreams auf YouTube, aber auch die fahrerischen Leistungen dürfen dabei genre begutachtet werden >>>>>> https://www.youtube.com/live/R-BlYH5CgZQ?feature=share…
Nächsten Sonntag gönnen wir uns eine Bratwurst XXXXL! Nein, wir grillen nicht!!! Es geht nach Down Under und auf eine der aufregensten Rennstrecken der Welt. Wir reisen ins australische Bathurst, wo wir mit den 6H von Mount Panorama einen wahren Langstrecken Marathon hinlegen werden. Achtung!!! Diesmal startet das Vergnügen sogar schon um 15 Uhr und ihr dürft uns live beim “Code Braun Festival” im Cockpit begleiten! Einfach wieder bei YouTube im Kanal IRT Jereck einwählen und schon könnt ihr uns beim Rauf-und-Runter zuschauen. Ach ja, nach rechts und links geht es auch zwischendurch und da die Hortkinder ihr Mitwirken schon angekündigt haben, gibt es bestimmt wieder etwas auf die Ohren. Wir freuen uns auf euch und hoffen auf rege Beteiligung beim großen Saisonfinale!
In diesem Sinne wünschen wir euch eine entspannte Arbeitswoche, sowie jede Menge Power mit viel Grip und gebt weiter Gas!
Euer Intruder Racing Team
© Intruder Racing Team

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