LFM GT3 Endurance Serie in Suzuka

Chōkyori hīrō ga Raundowan de futatabi kōgeki! (für alle, die kein Japanisch können, steht die Übersetzung am Ende des Beitrages)

Kon’nichiwa. Am vergangenen Sonntag fand der vorletzte Lauf der LFM GT3 Endurance Serie Season 6 statt. Es ging nach Japan, wo die 3 Stunden von Suzuka gefahren wurden. Auch das Intruder Racing Team war wieder dabei und diesmal nahmen wir mit dem BMW M4 GT3 teil. Leider musste unser Junior Jérôme Eckardt kurzfristig absagen und unser Luxemburger Alien Patrick Thill sprang für ihn ein. Daher wurde auch erst am Samstagmorgen entschieden, dass wir nicht den Porsche , sondern den BMW einsetzen. Somit fehlte auch ein wenig Trainingszeit mit dem bayrischen Dampfhammer, aber trotzdem waren wir zuversichtlich, dass ein gutes Resultat möglich sei.

In der Qualifikation fuhr Patrick Defawe mit einer 2:01.715 zwar eine gute Zeit, jedoch reichte es bei diesem sehr kompetitiven Feld nur zu Platz 17 von 36 teilnehmenden Teams. Wie eng alle beieinander lagen, zeigt die Tatsache, dass uns auf P10 nur 0.240 Sekunden fehlten.

Beim Start war die Anspannung angesichts der Position mitten im Feld entsprechend groß und es kam genauso wie befürchtet. In Kurve 4 am Eingang der Esses wurden wir hinten rechts getroffen und gedreht. Daraus resultierte eine Massenkarambolage mit insgesamt 12 involvierten Fahrzeugen und wir durften das Rennen mit einem ziemlich ramponierten Auto fortsetzen.

Allerdings kostete uns der Schaden rund 2 Sekunden pro Runde, weshalb Patrick Defawe nach 20 Minuten auf Platz 20 liegend zur Reparatur und einem vorgezogenen Fahrerwechsel in die Box abbog.

Patrick Thill hat das Rennen dann auf P28 wieder aufgenommen und spulte seinen Stint problemlos ab. Er konnte sich wegen der versetzten Strategie schnell bis auf Platz 19 vorkämpfen, aber auch weil die Konkurrenz sich selber durch Strafen oder Fahrfehler aus dem Rennen nahm. Zudem haben wir nach einigen Runden erst bemerkt, dass wir beim Stopp nicht aufgepasst haben und der Hobel bis unter die Decke vollgetankt war. Somit mussten wir uns wenigstens keine Sorgen machen, ob das Benzin bis zum Ende vom Stint reichen würde. Nach knapp über 45 Minuten kam er dann auf P18 zur Übergabe in die Box.

Nun waren noch knapp über 1 Stunde und 50 Minuten zu fahren und laut Stint Timer mussten wir noch zweimal in die Box. Somit haben wir unsere Strategie kurzfristig angepasst und Patrick Defawe sollte im Auto bleiben, bis nur noch 45 Minuten auf der Uhr stehen. Dafür sollte er nur zwischendurch einmal durch die Box fahren, um den Timer wieder zurück zu setzen. Gesagt – getan und dabei hat er auch richtig viel Boden gut machen können, denn nach etwas mehr als einer Stunde Fahrzeit kam er auf Platz 14 zum Wechsel in die Box. Diesmal jedoch im Rhythmus der Konkurrenz und somit war eine ungefähre Vorhersage des weiteren Rennverlaufs möglicher. Im Laufe seines Stints verlor er sogar weitere Zeit, da er aufgehalten wurde. Da hing er hinter den Positionen 9, 10 und 11 fest, die miteinander beschäftigt und somit etwas langsamer unterwegs waren.

Patrick Thill hat dann das Lenkrad für den Endspurt übernommen und ging auf P18 wieder auf die Strecke. Zwischenzeitlich konnte er sogar bis auf Position 14 nach vorne fahren und hatte knappe 15 Minuten vor Ablauf der Rennzeit den Fahrer im Rückspiegel, der uns zu Beginn gedreht hatte. Es war ein sehr hartes Duell, bei dem wir einige Male Angst hatten, dass er uns schon wieder erwischt. Als wir dann wegen einer Überrundung ein Auto durchgelassen haben, hat der Kollege dann auch sein Verständnis für Fairness bewiesen und hat sich mit durchgequetscht. Dabei hätte er uns fast erneut von der Strecke geschoben. Danach haben wir den Abstand nach hinten nur noch verwaltet und konnten uns sogar erlauben den Führenden in der letzten Runde abzuwarten und durch zu winken, damit wir nicht noch eine Runde mehr fahren mussten.

Am Ende eines für uns sehr ereignisreichen Rennens sind wir auf Platz 16 ins Ziel gekommen und können mehr als zufrieden sein. Angesichts des Rennverlaufs mit dem Startunfall, dem Reparaturstopp, sehr frühen Überrundungen und der Tatsache, dass wir zeitweise hinter den Top Ten Leuten aufgehalten wurden, ist es viel mehr, als wir uns erhofft hatten. Wir haben grob durchgerechnet und kamen zu dem Ergebnis, dass die oben genannten Gründe uns insgesamt rund 2 Minuten gekostet haben. Da wäre im Normalfall also auch Platz 9 bis 11 drin gewesen.

Unten seht ihr einige Impressionen aus unserem Rennen und hier könnt ihr euch auf YouTube die Wiederholung des Livestreams aus unserem Cockpit anschauen:
https://youtu.be/Hf3XrzQgpJY?t=2533 (Warnung! Die beiden alten Säcke verstehen sich auch ohne viele Worte!)

Das Rennen in Japan ist Geschichte und wir schauen wieder nach vorne, denn am kommenden Sonntag steht das Saisonfinale im Terminkalender. Dann geht es in die Eifel und wir werden unser Trio Infernale zu den 4,5 Stunden vom Nürburgring schicken. Jérôme Eckardt, Patrick Thill und Patrick Defawe fahren dann wieder mit dem BMW M4 GT3.

Bis dahin wünschen wir euch viel Grip und gebt weiter Gas!

P.S.: Hier noch die deutsche Übersetzung der japanischen Überschrift: Die Helden der Langstrecken schlagen wieder in Runde eins zu!

© Intruder Racing Team

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