Seepferdchen im Silberstein

Gestern fand in der SRL GT3 Liga der siebte und vorletzte Lauf der Premierensaison auf dem PC statt. Diesmal ging es ins Home of british Motorsports und einer der traditionsreichsten Rennstrecken der Welt: Silverstone.

Zudem war auch typisch englisches Wetter angesagt und es war richtig nass. Von oben, von unten und wenn man Pech hatte, dann auch noch in der Hose. Also genau die richtigen Bedingungen, um ein intensives und spannendes Rennen zu erleben.

Auch diesmal waren wir mit fünf Fahrzeugen am Start und hatten uns viel vorgenommen. Wir wollten nicht nur ins Ziel kommen, sondern auch anständig punkten. In der Qualifikation gab es teamintern wieder zwei Lager: Die jungen Wilden, die unbedingt mitten im Geschehen starten wollten und die weisen Alten, die von ganz hinten losfuhren, um eine ganz andere Strategie zu verfolgen. Auf diesen Positionen gingen wir dann ins verregnete Rennen:

P10 – Frank Kielmann – BMW M4 GT3 #821
P13 – Jérôme Eckardt – Porsche 991 II GT3 R #31
P26 – Rudi Geiss – Aston Martin V8 GT3 #57
P27 – Patrick Defawe – BMW M4 GT3 #69
P28 – Patrick Thill – BMW M4 GT3 #712

Schon bei der Einführungsrunde galt das Motto: “wie sie sehen, sehen sie nichts!” und da kroch das Feld im Schneckentempo umher. Alleine der Gedanke an eine losgelassene Meute auf der Jagd zu den ersten Kurven, trieb uns schon den Angstschweiß auf die Stirn. Zu unserem Erstaunen lief der Start aber (fast) ohne Kontakte und das Feld kam gut durch die erste Runde. Einzig Patrick Defawe wurde leicht angeschubst und in einen Dreher gezwungen, bei dem er rund 10 Sekunden verlor. Das machte aber nichts, da die drei alten Herren aus der hinteren Abteilung sowieso am Ende der ersten Runde in die Box fuhren, um ihren Pflichtstopp zu absolvieren. Damit hatten sie den Vorteil der freien Sicht und konnten ihr Tempo fahren, während die Fahrer im engen Feld durch die Gischt Zeit verloren.

 

Nach zwei gefahrenen Runden war Jérôme schon auf P11 und vorbei an Frank, der auf P12 lag, während Rudi (P25), Patrick T (P26) und Patrick D (P28) ihre Aufholjagd starteten.

Nach 15 Minuten lag Jérôme schon auf Platz 10 und Frank war wegen eines Drehers, sowie seinem Boxenstopp bis auf Position 22 zurückgefallen. Patrick T hatte auf P24 seinen Rhythmus gefunden und durfte Rudi kampflos überholen, der seinerseits auf Rang 25 seine Runden drehte.

 

Patrick D lag einige Sekunden dahinter auf Platz 26 und robbte sich langsam heran. Bis dahin waren kaum Fahrzeuge neben der Strecke oder hatte irgendwelche Probleme, doch es war ja erst ein Viertel des Rennens vorbei.

 

Zur Halbzeit hatte sich Jérôme in den Top Ten festgebissen (P10), während der IRT Express sich den Weg durch das Feld bahnte. Frank (P19), Patrick T (P20) und Rudi (P21) profitierten von ihren frühen Stopps und gewannen immer mehr Positionen.

Patrick D hingegen musste einen zweiten Stopp absolvieren, nachdem er auf einem Randstein ins Rutschen geriet und in die Streckenbegrenzung einschlug. Das warf ihn dann bis auf Rang 27 zurück und er steckte mit einer Runde Rückstand mitten im Verkehr fest, wo er jedoch das Tempo der Leute im Mittelfeld mitgehen konnte.

 

Nach 45 Minuten hatte Jérôme dann auch seinen Pflichtstopp hinter sich und war nur noch auf Platz 14, dicht gefolgt von Patrick T (P15), Frank (P16) und “Sir” Rudi (P17), die nun auch das Glück hatten, dass andere Fahrer sich Strafen einhandelten. Patrick D dümpelte machtlos, aber nicht unmotiviert auf Platz 25 herum, mit dem Ziel, den schwächelnden Konkurrenten vor ihm noch zu schnappen.

Kurz vor Rennende waren dann alle Teilnehmer in der Box und die Zweikämpfe wurden nochmal intensiver. Jérôme musste sich in seinem beschädigten Auto bis zur Zieldurchfahrt mit Allem wehren, was sein Talent zuließ. Patrick T und Frank durften sich keinen Fehler erlaubem, um ihre Position zu halten oder sogar einen Fehler des Vordermannes ausnutzen zu können.

Rudi kurvte in seiner britischen Edelkarrosse mit einer Gelassenheit Richtung Ziel, die einen gewissen Herrn Bond schon fast neidisch werden ließ und Patrick D drehte zum Schluß sogar seine schnellsten Rennrunden, weil er dringend zur Toilette musste.

Nachdem alle die schwarz-weiß karrierte Flagge gesehen haben, lagen die Fahrer vom Intruder Racing Team auf folgenden Positionen:

P11 – Patrick Thill – BMW M4 GT3 #712 (+16)
P12 – Jérôme Eckardt – Porsche 991 II GT3 R #31 (+1)
P14 – Frank Kielmann – BMW M4 GT3 #821 (-4)
P16 – Rudi Geiss – Aston Martin Vantage V8 GT3 #57 (+10)
P24 – Patrick Defawe – BMW M4 GT3 #69 (+3)

Es war aus unserer Sicht ein sehr turbulentes, aber erfolgreiches Rennen mit dem bisher besten Gesamtergebnis als Team. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch die Wiederholung des Rennens im kommentierten Livestream ansehen oder auch aus unseren Cockpits:

Re-Live auf Twitch: https://www.twitch.tv/andypedale

Cockpit Rudi Geiss: https://www.youtube.com/watch?v=E-4bmUlCc-8&t=3500s

Cockpit Patrick Defawe: https://youtu.be/ZJoR4wO8nvc?t=1862

In zwei Wochen geht es dann zum großen Finale in die Eifel, wo wir auf dem Nürburgring den ersten Champion der SRL GT3 Liga auf dem PC krönen werden. Bis dahin wünschen wir euch weiterhin viel Grip und gebt weiter Gas!

Euer Intruder Racing Team

© Intruder Racing Team

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