Ligarennen in Spa

Am gestrigen Sonntagabend ging es im Rahmen der Couch Masters GT3 Sprint 2022 / Season 1 in den Osten Belgiens. Dort wurde auf der Ardennen Achterbahn der fünfte von zehn Läufen ausgetragen. Die Strecke von Spa-Francorchamps ist voller Tücken. Sei es die berüchtigte “Eau Rouge”, die sich ewig ziehende Kurve “Rivages” oder auch die Mutkurve “Blanchimont”. Letztere geht zwar locker Vollgas, wer jedoch den Einlenkpunkt nicht richtig erwischt, schießt über die Track Limits hinaus und riskiert eine Strafe. Es sollte also nicht langweilig und im Laufe des Rennens auch genug Spektakel geboten werden.

Auch dieses Mal waren wir mit fünf Fahrzeugen am Start und es wurde wieder in einem großen Feld gefahren, nachdem das vorige Rennen mit der Splitaufteilung eher für negative Reaktionen sorgte. Die Qualifikation lief wie gehabt: Die jungen Wilden versuchten ihr Glück bei der Jagd nach einer guten Zeit und ganz hinten standen die IRT Besenwagen. Auf diesen Positionen ging es dann ins Rennen:

P19 – Jérôme Eckardt – Porsche 991 II GT3 #31
P22 – Frank Kielmann – BMW M4 GT3 #67
P39 – Anne Hepp – Aston Martin V8 GT3 #84
P40 – Patrick Thill – BMW M4 GT3 #712
P41 – Patrick Defawe – BMW M4 GT3 #70 (ein Scherzkeks ist mit der falschen Nummer angetreten und hatte die #69 belegt)

Wie gewohnt, waren die Beiden vorne in der ersten Runde voll im Adrenalinrausch, denn es gab viel Lackaustausch und jede Menge Kleinholz. Währenddessen bestand hinten der größte Stress darin, den ganzen Autos auszuweichen, die nicht in der Lage waren, nebeneinander zu fahren und daher mit geknitterter Karosserie im Weg standen oder vom Blümchen pflücken wieder auf die Strecke zurück wollten. Auch in diesem Rennen war die Strategie erneut auf einen sehr frühen Stopp ausgelegt, damit wir freie Fahrt hatten und die langsameren Autos uns nicht aufhielten. Also gingen Frank, Patrick T und Patrick D sofort in Runde 1 in die Box, um ein paar Liter nachzutanken und die Pflicht zu erfüllen.

Anne hatte eigentlich die selbe Strategie geplant, ist allerdings vor lauter Euphorie über den guten Start aus Versehen an der Einfahrt vorbei gerauscht.

 

Nach dem Start war Jérôme im Getümmel bis auf P24 zurück gefallen, Anne kämpfte sich auf P33 vor und die BMW Boys lagen durch ihren Stopp auf den Plätzen 36,37 und 38.

Nach einer Viertelstunde war Ruhe ins Feld eingekehrt und die 39 verbliebenen Fahrzeuge verteilten sich schön über die ganzen 7 km in “Schumis Wohnzimmer”. In jeder der 16 heißen Kurven wurde gekämpft und die Streamer wussten nicht mehr, wo sie hin schalten sollen.

Bis auf unser Junior haben wir zu dem Zeitpunkt nicht viel von der Rennaction mitbekommen. Jérôme war mittlerweile auf P20 unterwegs, während Frank, Patrick T und Patrick D als flotter Dreier auf den Positionen 31,32 und 33 Boden gut machten. Anne hatte zwischenzeitlich ihren frühen Stopp absolviert und lag nun auf Platz 35.

 

Bei der Hälfte des Rennens kam durch Boxenstopps und Ausritte der Konkurrenten etwas Bewegung ins Feld. Auch hier zeigte sich wieder, dass Konstanz und fehlerfreies Fahren wichtiger sind, als pures Tempo und schnelle Rundenzeiten.

Chantal ….. ähm, ich meinte natürlich unsere liebe Jérôme, robbte sich Richtung Top Ten und lag schon auf Rang 13. Frank hatte einen guten Rhythmus gefunden und lag mittlerweile schon auf Position 23. Die beiden alten Säcke (unter Freunden auch Patrick T und Patrick D genannt) fuhren seit ihrem Boxenstopp in Runde 1 gemeinsam durch die Ardennen. Man munkelte schon, dass bald ein Klebstoff Hersteller als neuer Sponsor auf den Autos prangen würde, weil sie fast unzertrennlich in den Sonnenaufgang rasten. Anne hatte leider etwas Pech und verlor mit den Überrundungen viel Zeit, die sie bis auf Platz 37 zurückfallen ließen.

 

Nach 45 Minuten hatte Jérôme auch seinen Boxenstopp erledigt und kam genau zwischen den beiden alten Rasern aus seinem Team wieder auf die Strecke. Allerdings konnte er die Position nur bis zur nächsten Kurve halten, da schon wieder der Walter mit an Bord war und unbedingt driften wollte.

Somit lag Frank nach einer fulminanten Aufholjagd nun schon auf P16, gefolgt von Patrick T (P19), Patrick D (P20) und Jérôme (P21). Durch weitere Vorfälle und Boxenstopps konnte Anne sich sogar bis auf P32 nach vorne arbeiten.

Bis zum Rennende passierte dann nicht mehr viel und unser Trio Infernale lag in der letzten Runde innerhalb von 1,5 Sekunden. Allerdings durften sie nicht trödeln und mussten richtig Gas geben, da Jérôme eine 15 Sekunden Strafe erhalten hatte und noch 0,2 Sekunden fehlten, um die Position zu halten. Mit einer richtig schnellen letzten Runde und einer Zieldurchfahrt fürs Fotoalbum haben sie die Zeit noch gutgemacht und die Plätze gesichert. Anne hingegen hatte selbst zu dem Zeitpunkt noch alle Hände voll zu tun, da so mancher “Offroader” wieder aufholte. Als die Zielflagge geschwenkt wurde, lagen unsere Dame und die Herren vom Intruder Racing Team auf folgenden Positionen:

P15 – Frank Kielmann – BMW M4 GT3 #67 (+7 Plätze)
P18 – Patrick Thill – BMW M4 GT3 #712 (+22 Plätze)
P19 – Patrick Defawe – BMW M4 GT3 #70 (+22 Plätze)
P20 – Jérôme Eckardt – Porsche 991 II GT3 #31 (-1 Platz)
P33 – Anne Hepp – Aston Martin Vantage V8 GT3 #84 (+6 Plätze)

 

Es war ein spannendes und mitunter sehr unterhaltsames Rennen mit viel Action auf der Strecke und einigen sehr flachen Witzen im Boxenfunk. Erneut ist unsere Strategie aufgegangen und hat uns viele Punkte beschert. Wer sich das Rennen in der Wiederholung des kommentierten Livestreams anschauen möchte, kann dies hier tun: https://www.twitch.tv/videos/1424673893?t=00h38m55s

Leider hat die Leitung bei Jérôme erneut Probleme gemacht, weshalb er auf die Übertragung aus seinem Cockpit verzichten musste. Wer bei Patrick Defawe im “Hochhaus” (O-Ton Chantal) über den Circuit de Spa-Francorchamps brettern möchte, darf sich gerne den Stream aus seinem Cockpit ansehen: https://youtu.be/YsWMq80FQCk?t=1680

In zwei Wochen geht es weiter im Land der leckeren Pommes und des pinkelnden Männchens. Dann begeben wir uns ins fast 100 km nordwestlicher gelegene Zolder, wo dann ein Event mit zwei kurzen Sprint Rennen über 30 Minuten auf dem Programm steht. Bis dahin wünschen wir euch weiterhin viel Grip und gebt weiter Gas!

Euer Intruder Racing Team

© Intruder Racing Team

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